Wer sich eingehend mit aktuellen Fragen von Politik und Wirtschaft befassen möchte, braucht Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine. Wer sie nicht nutzen kann, ist von einem wichtigen Bereich des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen.
Das betrifft blinde Menschen, die mit normalem Druckwerk nichts anfangen können. Es betrifft ältere Menschen, die auf große Schrift angewiesen sind. Auch der Urlauber oder der Geschäftsreisende kann betroffen sein. Am Kiosk ist die Auswahl klein, die Post braucht Zeit, so kann der Kontakt zur Heimat leicht abreißen.
Es gibt aber eine Alternative. Die meisten großen deutschsprachigen Zeitungen und Nachrichtenmagazine veröffentlichen den Inhalt der gedruckten Ausgabe auch im Internet. Eine Alternative ist der Webauftritt, weil die Inhalte von überall zugänglich sind und leicht in eine andere Form gebracht werden können. Man kann sich Texte auf seinen PDA holen oder mit spezieller Software vorlesen lassen. Man kann die Schriften vergrößert darstellen oder ungeeignete Farben auswechseln. Alles kann entsprechend den besonderen Anforderungen des Besuchers individuell aufbereitet werden.
So kann der Webauftritt die Angebote von Tageszeitungen und Nachrichtenmedien einem größeren Kreis von Nutzern zugänglich machen. Er schafft Zugang für alle - wenn er nur selbst zugänglich ist.
Wird diese Chance genutzt? Darum geht es im vergleichenden BITV-Test Tageszeitungen.
Ausgewählt haben wir 14 überregional verbreitete Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine.
Süddeutsche Zeitung, FAZ, WELT, Frankfurter Rundschau und TAZ sind Tageszeitungen mit starker überregionaler Ausrichtung, sie decken zugleich das politische Spektrum ab. Die Rheinische Post haben wir dazu genommen, weil der Internetauftritt relativ hohe Zugriffszahlen aufweist.
Die Financial Times Deutschland und das Handelsblatt haben ihren Schwerpunkt im Bereich der Wirtschaft. Sie wurden wegen ihrer Bedeutung für das Berufsleben einbezogen.
Die BILD geht mehr in Richtung Boulevard, der Stellenwert der Unterhaltung ist höher als bei den anderen Zeitungen. An der mit Abstand größten deutschen Tageszeitung wollten wir aber nicht vorbeigehen.
Darüber hinaus haben wir je eine Tageszeitung aus Österreich und der Schweiz mit einbezogen. In der Schweiz war die Auswahl klar, die NZZ ist die wichtigste überregionale Zeitung. In Österreich wäre neben dem Standard auch die Presse in Frage gekommen. Der Internetauftritt des Standard gilt als innovativ, daher wurde er ausgewählt.
Neben den Zeitungen haben wir auch 3 Nachrichtenmagazine ausgewählt, und zwar Spiegel, Focus und Stern. Der Spiegel spielt in Hinblick auf die Zugriffszahlen des Webangebotes in einer eigenen Liga. Aber auch Focus und Stern liegen in dieser Hinsicht weit vorne.
So kam die Auswahl von 14 Webangeboten zustande. Sie sind hier in der Reihenfolge ihrer Besuche pro Monat (Visits) aufgelistet:
| Medium | Besuche in Tausend |
|---|---|
| SPIEGEL ONLINE | 36.076 |
| Bild.de | 20.524 |
| Focus Online | 11.406 |
| stern.de | 6.342 |
| Sueddeutsche.de | 4.571 |
| derStandard.at (Österreich) | 3.444 |
| FAZ.NET (Frankfurter Allgemeine Zeitung) | 3.274 |
| FTD Online (Financial Times Deutschland) | 2.779 |
| Handelsblatt.com | 2.637 |
| DIE WELT.DE | 2.596 |
| RP ONLINE (Rheinische Post) | 2.421 |
| NZZ Online (Neue Züricher Zeitung, Schweiz) | 2.159 |
| taz.de (die tageszeitung) | 798 |
| FR ONLINE (Frankfurter Rundschau) | 747 |
Quelle derStandard.at: ÖWA - Österreichische Webanalyse
Quelle NZZ.ch: AG für Werbemedienforschung
Quelle alle anderen: VW - Informationsgemeinschaft zur Feststellung der
Verbreitung von Werbeträgern e. V.
Stand: Februar 2004, außer taz: Juni 2003
Letzte Änderung: 02.09.2004 | © 2004-2007 DIAS GmbH | Impressum | Barrierefrei